Häufig gestellte Fragen
Häufig gestellte Fragen zur Einrichtung von Hardware-Video-Encodern, zur Netzwerkkonfiguration, zur Serververbindung und zur Fehlerbehebung bei Ihrem Videoübertragungsgerät.
Was ist ein Hardware-Video-Encoder und wann sollte ich ihn verwenden?
Ein Hardware-Video-Encoder ist ein dediziertes Gerät, das Videosignale erfasst und für Live-Streaming codiert – unabhängig von einem Computer. Geräte wie der TeraDek CUBE und der Epiphan-Encoder sind für professionelle Broadcast-Umgebungen konzipiert, in denen Zuverlässigkeit, geringe Latenz und Mobilität entscheidend sind. Sie eignen sich ideal für Live-Events, Sportübertragungen, Remote-Produktionen und überall dort, wo ein stabiler 24/7-Videostream ohne PC-Verbindung benötigt wird.
Wie verbinde ich einen Hardware-Video-Encoder mit einem Streaming-Server?
Sie benötigen den Hostnamen Ihres Servers im Serverraum, die Portnummer, den Stream-Schlüssel oder Mountpunkt sowie das Stream-Passwort. Greifen Sie auf die Konfigurationsoberfläche Ihres Encoders zu – in der Regel ein integriertes Webpanel, das Sie über die IP-Adresse des Geräts in einem Browser erreichen – und geben Sie Ihre Server-Zugangsdaten in den Streaming-Ausgabeeinstellungen ein. Unsere separaten Anleitungen für TeraDek CUBE, Epiphan und SelenioFlex führen Sie anhand von Screenshots durch alle Felder.
Welche Videoformate und Auflösungen unterstützen Hardware-Video-Encoder?
Die meisten professionellen Hardware-Video-Encoder unterstützen H.264 (AVC)- und H.265 (HEVC)-Codierung in Auflösungen von 480p bis 1080p oder 4K, je nach Modell. Die Encoder TeraDek CUBE und Epiphan unterstützen H.264-Ausgabe, die mit den Streaming-Protokollen RTMP, RTSP und HLS kompatibel ist. Prüfen Sie vor der Konfiguration Ihres Encoders unbedingt, ob das Ausgabeformat mit den Anforderungen Ihres Streaming-Tarifs im Serverraum übereinstimmt.
Welche Netzwerkeinstellungen benötigt ein Hardware-Video-Encoder?
Hardware-Video-Encoder benötigen eine statische oder per DHCP zugewiesene IP-Adresse in Ihrem lokalen Netzwerk, ausgehenden Zugriff auf den vom Server verwendeten Streaming-Port (typischerweise Port 1935 für RTMP) und eine stabile Internetverbindung mit hoher Bandbreite. Videostreams benötigen deutlich mehr Bandbreite als Audio – planen Sie mindestens 4 Mbit/s Upload für einen 720p-Stream und 8 Mbit/s oder mehr für 1080p ein. Befindet sich Ihr Encoder hinter einer Firewall oder einem NAT-Router, stellen Sie sicher, dass der ausgehende TCP-Verkehr auf dem Streaming-Port nicht blockiert wird.
Worin besteht der Unterschied zwischen OBS und einem dedizierten Hardware-Video-Encoder?
OBS (Open Broadcaster Software) ist ein kostenloser Software-Encoder für Computer mit umfangreichen Funktionen zum Szenenmischen, Overlays und individuellen Anpassungen. Dedizierte Hardware-Encoder wie TeraDek CUBE oder Epiphan sind eigenständige Geräte ohne Softwareabhängigkeit und bieten höhere Mobilität, Zuverlässigkeit und konstante Leistung, allerdings auf Kosten der Flexibilität. OBS eignet sich ideal für Desktop-Streaming und Content-Ersteller, während Hardware-Encoder für Außenproduktionen, Live-Events und unbeaufsichtigte 24/7-Sendungen geeignet sind.